Stefan Pauly

9. Oktober 2021

Der Tag bricht an, Gent ist noch in Nebel gehüllt, und ich mache mich auf den Weg alles zu besorgen, was ich versprochen habe. So viel ist es jetzt auch wieder nicht und nach einem kleinen Umweg über die Post fange ich als Erstes einen alten Genever. In meinem Fall einen, der acht Jahre in amerikanischen Eichenfässern lag; immer noch genügend Wacholdergeschmack, aber halt auch noch etwas mehr. Nachdem der Donnerstag gerettet ist, kaufe ich für Montag in der Confiserie meines Vertrauens Cuberdon. Das ist schon einmal erledigt.

Am Mittwoch auf dem Weg zum Hotel habe ich schon gesehen, dass es den Comicladen, den ich sonst immer besuche, nicht mehr gibt. Mein Geld habe ich heute dann bei World’s End Comics gelassen. Vom Schwerpunkt etwas anders dafür aber mit Bar. Ich kürze einmal ab bevor es zu langatmig wird.

Eigentlich will ich das GUM, das Museum der Uni Gent besuchen, auf zehn Meter habe ich mich dem auch schon genähert, dann kommt aber rechter Hand im zweiten Gewächshaus links ein Food Festival dazwischen. Der Schwerpunkt ist Korea, Menschen stellen gemeinsam Kimchi her, und es gibt natürlich auch einen wissenschaftlichen Aspekt, Forschung zu Kimchi und Handflora (auf Koreanisch heißt es: „sonmat“, was „Handgeschmack“ bedeutet). Ich finde es inspirierend und der Vortrag ist gut gemacht. Später esse ich Momos (Nepal) und probiere einen naturtrüben Wein (Terret Bourret) aus dem Languedoc. Das Leben ist gut zu mir.

Vormittag. Noch ist Gent in Nebel gehüllt. Eine von mehreren Szenen von A Squid Called Sebastian and Violant in der Sleepstraat. Gemeinsam Kimchi herstellen (GUM, Botanischer Garten). Momos und naturtrüber Wein (Terret Bourret) aus dem Languedoc. Street Art.

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