Stefan Pauly

28. Juni 2019

Heute Morgen den langen Weg genommen, um in das Viertel Florentin zu kommen. Ich habe ja keine Ahnung was die von mir denken, die mein Gepäck auf dem Heimflug kontrollieren, aber jetzt sind noch zwei Stücke handgemachte schwarze-Vanille-Seife dazugekommen. Was ich gegessen und getrunken habe, erzähle ich heute einmal nicht, es ist einfach davon auszugehen dass ich Esse und trinke. Vielleicht doch etwas zu trinken und gestern: In intensiver Stichprobe und durch Beobachtung habe ich jetzt herausgefunden wie das mit den kurzen hier funktioniert, die der Mann oder die Frau hinter der Bar ab und an vor Dich stellen um mit Dir (und ggf. dem gesamten Umfeld) anzustoßen. Du zahlst nicht jedes Getränk einzeln, hast vermutlich Dein zweites Getränk und bist bereit mehr als zwei Worte zu wechseln. Das ist einfach. Aber zurück zu heute: Hauptziel ist Florentin südlich der Jaffa Road. Alles so ein bisschen wie ein Hipsterviertel in Berlin, nur mehr vegan und mehr Hundewelpenfachgeschäfte. Ansonsten Künstler, Bars, Graffiti, Cafés und Galerien. Später weiter Richtung Osten, wo die Gewürzhändler in der Levinski Street langsam ihr Wochenende begannen. An Boule-Spielern und Essen vorbei, dass ich immer noch nicht erwähne, wieder zurück „nach Hause“. Fast hätte ich mich heute auch mit einer der vielen Straßenkatzen angefreundet, aber dann kam eine deutsche Familie vorbei. Kind 1: „Eine Zauberkatze“, Vater: „Nicht nähern, die haben alle tödliche Krankheiten“, Kind 2 schreit, weil es im Buggy gefesselt wurde und zur Katze will, Mutter zu Vater: „Ich habe Dir doch gesagt …“, Vater zu Mutter: „Was? Ich habe Wichtigeres zu tun“, … ich gehe unauffällig, bloß nicht zeigen, dass ich hier irgendetwas verstehe. Vielleicht hat die Katze ja schlimm juckende übertragbare Krankheiten?

Seife, schöner als Das Parfum Gewürzhändler vor dem Wochenende Boule-Spieler Straßenkatze Nummer 768 ...

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