Stefan Pauly

27. Juni 2019

Mein Hauptthema heute ist: Wo kommt dieses Tel Aviv eigentlich her? So alt ist Tel Aviv gar nicht, es wurde erst 1909 gegründet bzw. die 60 Parzellen wurden mit Muscheln am Strand verlost. Ich bin also da herumgelaufen wo vorher nur Sand war, habe mir ein paar der Häuser angeschaut, die die 60 Familien gebaut haben und bin anschließend ins Nahum Gutman Museum. Gutman hat gemalt und gezeichnet und sehr eindrucksvoll das Wachsen der Stadt dokumentiert. Guter Anfang. Über ein paar Umwege nach Sarona, wo eine christliche Gemeinschaft aus Württemberg 1871 eine Kolonie gegründet hat (heute auch Tel Aviv). 30 der Häuser wurden inzwischen renoviert und beherbergen jetzt Restaurants, Galerien und eines auch einen McDonalds mitten in einem schönen Park. Gleich daneben die Sarona-Markthalle mit Imbissständen, Restaurants (anscheinend von Sterneköchen) und Geschäften mit Fleisch, Fisch, hier gebranntem Gin, Süßigkeiten und vielem mehr. Irgendwie fiel die Auswahl schwer, aber ich habe etwas Leckeres gefunden. Natürlich gibt es heute nicht nur Kultur. In den letzten Tagen schon häufiger gesehen dass Xiaomi hier Ladengeschäfte hat. Heute wurde ich schwach und habe mir Bluetooth Speaker kaufen „müssen“. Für den Rest des sommers an freien Abenden werden dann BigFinish Audiobücher auf meinem Balkon gehört, aber dass ist zum Glück ja noch etwas hin. Also: Aufgepasst Nachbarn, es wird ein herausragendes Unterhaltungsprogramm geboten werden. Wenn ich die letzten Tage so Revue passieren lasse, könnte ich kaum glauben, dass ich in Mainz meinen Flüssigkeitsbedarf mit Tee decke. Hier gibt es meist nur Teebeutel, dafür wird Kaffee „richtig“ gekocht (oder es ist löslicher Kaffee, aber das will ja auch niemand). Auch das habe ich heute natürlich wieder genossen.

Das Haus von Akiva Aryeh Weiss Nahum Gutman Museum Irgendwo unterwegs Sarona, mit Wolkenkratzern im Hintergrund, die hier gut Wachsen

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